Heilige Drei Könige
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Über Heilige Drei Könige
Das Fest Heilige Drei Könige am 6. Januar bildet den feierlichen Abschluss der Weihnachtszeit und erinnert an den Besuch der Weisen aus dem Morgenland an der Krippe in Betlehem. In Deutschland gilt dieser Tag ausschließlich in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt als gesetzlicher Feiertag.
Geschichte
Die Ursprünge des Tages liegen im christlichen Erscheinungsfest (Epiphanias), das seit dem 4. Jahrhundert belegt ist. Ursprünglich feierten die Gemeinden am 6. Januar mehrere Offenbarungen der Göttlichkeit Jesu gleichzeitig, darunter seine Geburt, die Taufe im Jordan sowie sein erstes Wunder bei der Hochzeit zu Kana. Als sich der 25. Dezember im Westen als Hauptfest der Geburt durchsetzte, verblieb der 6. Januar vor allem als Gedenktag für das Eintreffen der Sterndeuter.
Das biblische Matthäusevangelium erwähnt weder eine genaue Anzahl noch den Königstitel der Besucher, sondern spricht lediglich von „Weisen“ oder Sterndeutern aus dem Osten. Aus den drei genannten Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe schloss die spätere Tradition auf drei Personen. Im Mittelalter wurden sie als Könige gedeutet, welche die damals bekannten drei Kontinente Europa, Asien und Afrika sowie verschiedene Lebensalter symbolisieren. Seit 1164 werden ihre Reliquien im Kölner Dom aufbewahrt.
Bräuche & Feiern
Prägender Brauch rund um den 6. Januar ist das Sternsingen. Kinder und Jugendliche ziehen als Königinnen und Könige verkleidet von Tür zu Tür, singen Segenslieder und sammeln Spenden für weltweite Kinderhilfsprojekte. Mit Kreide hinterlassen sie an den Eingängen den Segen „C+M+B“ (lateinisch für „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus) zusammen mit der jeweiligen Jahreszahl. In Teilen Süddeutschlands markiert der Dreikönigstag zudem den Beginn der schwäbisch-alemannischen Fasnet.
Wussten Sie schon?
- Die Buchstaben C+M+B stehen primär für den lateinischen Haussegen „Christus mansionem benedicat“ und erst in zweiter Linie für die Volksnamen Caspar, Melchior und Balthasar.
- Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom, in dem die Gebeine der Drei Könige aufbewahrt werden, gilt als eines der umfangreichsten Goldschmiedewerke des Mittelalters.
- In den evangelischen Kirchen heißt der Feiertag offiziell Epiphanias („Erscheinung des Herrn“).
- Das Dreikönigssingen gilt heute als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.
Heilige Drei Könige — Datum nach Jahr
Häufige Fragen
In welchen Bundesländern ist Heilige Drei Könige ein gesetzlicher Feiertag?
Der 6. Januar ist nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. In den restlichen 13 Bundesländern ist es ein ganz normaler Arbeitstag.
Was bedeutet die Formel C+M+B an den Haustüren?
Sie ist das Kürzel für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedicat“, was „Christus segne dieses Haus“ bedeutet.
Haben die Geschäfte am 6. Januar geöffnet?
In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt bleiben Geschäfte, Banken und Schulen geschlossen. In allen anderen deutschen Bundesländern haben Läden regulär geöffnet.