Karfreitag
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Über Karfreitag
Der Karfreitag ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag und bildet den Höhepunkt der christlichen Passionszeit. Er fällt stets auf den Freitag vor Ostern und steht im Zeichen des Gedenkens an das Leiden und Sterben Jesu Christi.
Geschichte
Der Name des Feiertags leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, das Klage, Kummer oder Trauer bedeutet. Bereits in den ersten Jahrhunderten der Kirche widmeten christliche Gemeinden den Freitag vor dem Osterfest dem Gedenken an die Kreuzigung Jesu, woraus sich im Laufe des Mittelalters feste liturgische Abläufe entwickelten.
Für den Protestantismus erlangte der Karfreitag nach der Reformation eine besonders zentrale Stellung und galt in vielen lutherischen Landeskirchen lange Zeit als der höchste Feiertag des Jahres. In der katholischen Kirche bildet er zusammen mit Gründonnerstag und Karsamstag die heiligen drei Tage (Triduum Sacrum), die das Fundament des Osterfestes darstellen.
Bräuche & Feiern
In allen deutschen Bundesländern ist der Karfreitag als sogenannter „stiller Feiertag“ geschützt, an dem besondere gesetzliche Ruhebestimmungen gelten. Öffentliche Tanzveranstaltungen, Sportevents und laute Unterhaltungssendungen sind je nach Landesrecht ganztägig oder für bestimmte Stunden untersagt. In den Kirchen versammeln sich Gläubige traditionell um 15 Uhr – der biblisch überlieferten Todesstunde Jesu – zu schlichten Gottesdiensten, bei denen Orgeln und Glocken schweigen. Kulinarisch gilt der Tag als strenger Fasttag, an dem viele Menschen auf Fleisch verzichten und stattdessen Fischgerichte zubereiten.
Wussten Sie schon?
- Der Namensbestandteil „Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, was übersetzt Klage, Kummer oder Trauer heißt.
- Am Karfreitag gilt in allen 16 Bundesländern ein gesetzliches Tanzverbot, wobei die exakten Ruhezeiten und Regelungen von den jeweiligen Feiertagsgesetzen der Länder festgelegt werden.
- In der katholischen Liturgie schweigen ab Gründonnerstag die Kirchenglocken; regional rufen stattdessen Kinder mit hölzernen Ratschen zu den Gottesdiensten.
- Während der Tag im Deutschen die Trauer betont, heißt er im Englischen „Good Friday“, was historisch auf eine ältere Wortbedeutung im Sinne von „heilig“ zurückgeht.
Karfreitag — Datum nach Jahr
Häufige Fragen
Warum gilt am Karfreitag ein Tanzverbot?
Da der Karfreitag im Christentum ein geschützter Trauertag ist, schreiben die Feiertagsgesetze der Bundesländer eine besondere Ruhe vor. Das Tanzverbot soll den besinnlichen und ernsten Charakter dieses Tages im öffentlichen Raum wahren.
Ist der Karfreitag in ganz Deutschland arbeitsfrei?
Ja, der Karfreitag ist ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag, an dem Arbeitnehmer in der Regel frei haben.
Warum isst man am Karfreitag traditionell Fisch?
Der Karfreitag ist nach christlicher Tradition ein Fasttag, an dem auf das Fleisch warmblütiger Landtiere verzichtet wird. Fisch gilt seit dem frühen Christentum als Symbol für den Glauben und als klassische Fastenspeise.