Gesetzlicher Feiertag

Mariä Himmelfahrt

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Samstag, 15. August 2026

Über Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt am 15. August ist ein katholisches Hochfest, das an die leibliche Aufnahme der Muttergottes in den Himmel erinnert. In Deutschland ist der Tag nur im Saarland sowie in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns ein gesetzlicher Feiertag.

Geschichte

Die Ursprünge des Festes reichen bis in das 5. Jahrhundert zurück, als in der Ostkirche das Fest des Entschlafens der Gottesgebärerin etabliert wurde [1.2.7]. Im 7. Jahrhundert übernahm die römische Kirche die Feierlichkeit als Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Überlieferungen und Legenden berichten, dass nach der Öffnung des Grabes Mariens kein Leichnam, sondern ein Duft von Blumen und Heilkräutern vorgefunden worden sei.

Obwohl der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens über Jahrhunderte fest verankert war, erhob Papst Pius XII. diese Lehre erst 1950 offiziell zum Dogma der katholischen Kirche. Theologisch wird dabei hervorgehoben, dass Maria von Gott in den Himmel aufgenommen wurde, im Gegensatz zu Jesus Christus, der nach christlicher Tradition aus eigener Kraft auffuhr.

Bräuche & Feiern

Zentraler Brauch an Mariä Himmelfahrt ist die Kräuterweihe. Gläubige binden Pflanzengestecke – die sogenannten Kräuterbuschen – aus einer symbolischen Anzahl von Heil- und Gewürzkräutern wie Johanniskraut, Schafgarbe oder Wermut, meist gruppiert um eine Königskerze in der Mitte. Diese Sträuße werden im Gottesdienst gesegnet und anschließend zu Hause im Herrgottswinkel aufgestellt, um Schutz und Heil für das kommende Jahr zu erbitten. In manchen Regionen gehören auch Schiffsprozessionen auf Seen, etwa am Bodensee oder Chiemsee, zum Festtag.

Wussten Sie schon?

  • Das Fest ist nur im Saarland und in bayerischen Gemeinden mit mehrheitlich katholischer Bevölkerung gesetzlicher Feiertag; maßgeblich dafür sind die amtlichen Daten der letzten Volkszählung [1.1.1].
  • Lateinisch unterscheidet die Kirche präzise zwischen der 'Ascensio Christi' (aktives Hinaufsteigen Christi) und der 'Assumptio Mariae' (passives Aufgenommenwerden Mariens).
  • Die Kräuterbuschen werden traditionell aus symbolträchtigen Kräuterzahlen wie 7, 9, 12, 14 oder 24 Pflanzenarten gebunden.
  • Obwohl das Fest bereits seit dem Frühmittelalter gefeiert wird, stammt das dazugehörige Papstdogma erst aus dem Jahr 1950.

Mariä Himmelfahrt — Datum nach Jahr

Häufige Fragen

Ist Mariä Himmelfahrt in ganz Deutschland ein Feiertag?

Nein. Der 15. August ist nur im gesamten Saarland sowie in über 1.700 bayerischen Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag [1.1.1]. In allen anderen Bundesländern ist es ein normaler Arbeitstag.

Was unterscheidet Mariä Himmelfahrt von Christi Himmelfahrt?

Christi Himmelfahrt bezieht sich auf das Aufsteigen Jesu aus eigener Kraft, während Mariä Himmelfahrt die Aufnahme Mariens durch Gott in den Himmel thematisiert. Zudem fällt Christi Himmelfahrt immer auf einen Donnerstag im Frühjahr, während Mariä Himmelfahrt fest am 15. August begangen wird.

Haben Geschäfte an Mariä Himmelfahrt geöffnet?

In Regionen, in denen der Tag ein gesetzlicher Feiertag ist (Saarland und katholische Kommunen Bayerns), bleiben Geschäfte, Behörden und Schulen geschlossen. Im restlichen Bundesgebiet läuft der Handels- und Arbeitsbetrieb normal.